Die Strottern & Jazzwerkstatt Wien – Neujahrskonzert

Sa, 11.01.2020 | 20:20 Uhr

Jazz, Wienerlied
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Im Zusammenspiel mit der JazzWerkstatt Wien werden Die Strottern zur Bigband. Ausgangspunkt sind zumeist wienerische Mundarttexte, die die althergebrachte Larmoyanz hintanstellen, dafür umso mehr poetische Kraft und scharfsinnige Reflexionen zeitthematischer Gesellschaftszustände auftischen.

Fotos vom Konzert …

Die Strottern & Jazzwerkstatt Wien @ Syrnau 2020-01-11 (c) Andreas Leitner/SYRNAU

Peter Ahorner, Josef Mayer-Limburg, Karl Stirner sind beispielweise deren Verfasser. Ironisch heiter, tiefsinnig emotional, zornig anklagend. Ohne Berührungsängste legen sie den grundstockigen Jazzraster, der sowohl einfachen melodischen Zuschnitts sein als auch in harmonischer Fülligkeit überborden kann, über Reggae-, Funk- und Rhythm´n´Blues-Elementares und spielen natürlich mit Schrammelwalzer-Eigenheiten.

Wien ist auch Jazzmetropole. Immer gewesen und angesichts der Fülle an hochklassigen jungen MusikerInnen auf Jahrzehnte hinaus garantiert. In der JazzWerkstatt Wien, die mittlerweile weltweit für Aufsehen sorgt und Nachahmer findet, manifestiert sich diese junge Szene. Das Wienerlied-Duo Die Strottern werden gemeinsam mit einem achtköpfigen Ensemble zur Bigband. Neue Wiener Texte werden zu Songs und Klangcollagen verarbeitet, die an die Aufnahmen von Kurt Sowinetz und Helmut Qualtinger in den 70er Jahren und die vielen Jazzausflüge Ernst Jandls anschließen.

„Olle schaun, olle zaahn, olle drahn“ singen Die Strottern & JazzWerkstatt Wien im ersten Lied ihrer neuen CD „Wo fangts an“. Mit diesen Worten könnte man auch den aktuellen Mundart-Hype in der österreichischen Musikszene beschreiben, für dessen Wiener Ausformung Die Strottern mitverantwortlich zeichnen. Seit vielen Jahren suchen sie nach immer neuen und heute gültigen Ausdrucksmitteln und Themen für das Wienerlied. In Kooperation mit der JazzWerkstatt Wien haben sie mit der CD „Elegant“ erstmals 2009 das Format erweitert: Mit Rhythm-Section, Bläsern, E-Gitarre und Piano wird aus dem Wienerlied-Duo eine kleine Big Band, musikalisch werden Grenzen überschritten. Alle Beteiligten entfernen sich ein Stück weit von ihrem angestammten Terrain, ohne aber ihre eigene Handschrift zu verlieren.

Line-up:
Klemens Lendl – Violine, Gesang
David Müller – Gitarre, Gesang
Clemens Salesny – Saxophon, Bassklarinette
Martin Eberle – Trompete, Flügelhorn
Martin Ptak – Posaune Peter Rom – Gitarre
Clemens Wenger – Piano, Keys
Bernd Satzinger – Bass
Lucas König – Schlagzeug

http://www.konvoi.at/artists/die-strottern-jazzwerkstatt-wien/
http://www.jazzwerkstatt.at
http://diestrottern.at/306/die-strottern-jazzwerkstatt-wien/projekte/

Eintritt € 22,- | ermäßigt * € 18,- | Schüler/Lehrlinge € 5,-
Tickets reservieren unter: tickets@syrnau.at

* für Mitglieder, Studenten, Zivil- und Präsenzdiener (bis 27 Jahre) sowie Arbeiterkammer-Niederösterreich und ÖGB Mitglieder gegen Vorlage ihrer AK-Service-Karte bzw. Mitgliedskarte

Pressestimmen:
„Wo fangts an“, so der Titel des bis dato letzten Tonträgers dieser so herzerfrischenden, sich um keine Konventionen pfeifenden und jeglicher Raunzerei entsagenden Partie, die sich vor fast zehn Jahren auf „a Packl zsaum ghaut haum“, um dem sich nun schon seit längerem permanent häutenden Wienerlied, Lendl und Müller sind diesbezüglich zwei „draufdruckende Mochatscheks“, eine weitere neue Montur zu schneidern. Ausgangspunkt sind zumeist wienerische Mundarttexte, die ebenfalls die althergebrachte Larmoyanz hintanstellen, dafür umso mehr poetische Kraft und scharfsinnige Reflexionen zeitthematischer Gesellschaftszustände und menschlicher Niedertracht auftischen. Peter Ahorner, Josef Mayer-Limburg, Karl Stirner sind beispielweise deren Verfasser. Ironisch heiter, tiefsinnig emotional, zornig anklagend.
Ohne Berührungsängste legen sie den grundstockigen Jazzraster, der sowohl einfachen melodischen Zuschnitts sein, als auch in harmonischer Fülligkeit überborden kann, über Reggae-, Funk- und Rhythm´n´Blues-Elementares und spielen natürlich mit Schrammelwalzer-Eigenheiten. Bestens aufbereitet mit siedenden Arrangements, wechselweise angetrieben von entspannt ausschwingender oder zupackend ausgefuchster Motorik. Insbesondere die Bläsersätze treten eine enorme Druckwelle los und auch solistisch machen sich die dafür verantwortlichen Protagonisten, in stimmiger Abweichungen von den funktionsharmonischen Fixierungen, zu den Wolken auf. Der erweiterte Wienerliedbegriff hat im Jazzrefugium seinen gültigen Platz gefunden …“. (Hannes Schweiger)